Fakten & Ansichten

THEMEN in dieser Ausgabe
Jahrgang 5, Ausgabe 4        Januar 2002

Neumaschine oder Umbau?

Reisebericht Osteuropa, Ungarn, Slowakei
Aktuelle Projekte
Afghanistan - was können wir tun?
Was steckt hinter der Kowi2?
Tschechien im Herbst 01
Neue Vorschubantriebe SCS preiswert, sicher und gut.
     SIEMENS 802C –  der Ersatz für die langjährige und bewährte
     Sinumerik 810T (Drehen)  810M (Fräsen) 810G (Schleifen)
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  REVISIONEN was bringt's?

  Wie viele Millionen Franken, Dollar, DM, Euro usw. liegen weltweit herum, werden teilweise verschrottet, weil man der Meinung ist, dass Altes verschrottet werden muss? Neues ist besser!
  Es zeigt sich doch bei uns immer deutlicher, dass es nur bedingt richtig ist, die Elektronik muss man verschrotten. Oft ist schon bald etwas das 5 Jahre alt ist, nichts mehr wert wegen dem elektronischen Teil. Hingegen bei der  Mechanik kann man aber auch sicher sagen, dass bestimmte technische Möglichkeiten schon vor vielen Jahren oft an die technische  Machbarkeitsgrenze gelangten, resp. entsprechend so konstruiert wurden.
  Dass, aber das Teure und Aufwendige, die Personal intensive Arbeit, nämlich die Mechanik, immer wegen den paar Franken (Euro) für die Elektronik  verschrottet werden muss, sollte doch einmal ernsthaft überdacht werden.
  Und es darf heute auch ruhig gesagt werden, daß gerade aus diesem Grund Konstruktionen die  50 Jahre gelaufen sind wegen der Elektronik gar nicht mehr so gebaut werden. D.h. die Konstruktionen werden billiger und verschließbarer als früher gemacht, dass eben  das verschrotten  auch gerechtfertigt ist.
  Führungen müssen in wenigen Jahren verschlissen sein, es darf nicht sein, dass man  etwa noch mit einer 50 Jahre alten Maschine produziert!
  Sehen wir nur einmal die Lager an: 95% aller Lager sind heute noch gleich wie vor 20 Jahren. Sicher ist die Qualität verbessert worden ( eventuell so geändert, dass man nicht mehr 50 Jahre damit produzieren kann!) 
  
Eine weitere Tatsache  zeigte aber auch, dass die heutigen, jungen Konstrukteure bei weitem nicht an die alten Hasen heran kommen von früher, denn eben die Elektronik  nimmt das Denken ab. (Beachtet man einen Kurvendrehbank, oder eine Kopierlösung usw.) Es mag wohl sehr schön sein mit CAD Zeichnungen zu machen.

  Doch bewundert man eine alte, kurvengesteuerte Maschine, staunt man, dass es Leute gab, die so was konnten. Ob es Schwermaschinen waren wie Herkules oder MFD, oder Waldrich Maschinen, Wotan Bohrwerke u.s.w. viele Konstrukteure haben hier im nachhinein ein Lob verdient und wir tun das hiermit gerne.
  Wir staunen oft über alte Maschine die wir zerlegen und was da alles zum Vorschein kommt. Wenn man dann den Zustand betrachtet und das Alter, dann  sieht man dass hier Jahrzehnte lange Erfahrungen  in den Konstruktionen schlummern, was heute eher seltener wird. Durch die vielen Firmenehen und Umorganisationen geht sicher viel Kapital, nämlich „die alten Hasen“ zu schnell weg und die Jungen haben zu wenig Zeit, das alte Kapital zu übernehmen. (Oft will man es aber auch nicht geben, den es „Menschelt“!)
  Auch wenn wir z.B. Verzahnungsmaschinen  wie z.B. von Gleason bei einem Umbau studieren, sehen wir die wildesten Überlegungen die da so mechanisch in eine Maschine hineingebracht wurden. Nonius  von A bis Z. Jede Bewegung einfach zu kontrollieren, kein defekter Maßstab der da plötzlich machen kann was er will, nein, ein nie verstellbarer Maßstab! Mechanisch, keine Elektronik.
 
Und so erkennen wir heute einfach, daß alte und neue Mechanik mit der neusten Elektronik besser verheiratet werden muß. Wörtlich verheiratet werden muß.

  Erwähnen wir noch das Thema Tempo bei der Bearbeitung. Vor vielen Jahren hat man viel für schnelle Zerspanung gemacht. So z.B.  hat bei einer Langdrehmaschine oft nicht nur ein Stahl gearbeitet, nein, mehrere gleichzeitig d.h. es war kein Wunder, dass mit einer Maschine mit dem Baujahr 1908 (Lambert) innert 45 Sekunden eine Schraube mit Schlitz, z.b. M8 x 25,  fertig war. Eingerichtet war die Maschine, dank den Schrägverstelleisten anstelle von Kurven, tatsächlich innert 30 - 45 Minuten! Der Antrieb kam über die Transmission! ( Wir hatten so eine im eigenen Betrieb,  übernommen von der gekauften Schraubenfabrik EVA AG)

  Ich hatte das Glück, 14 Monate in Russland tätig zu sein, wo die +GF+ Georg Fischer, 52 Kopiermaschinen mit Zentriermaschinen vollständig verkettet geliefert hat. U.a. waren noch zusätzlich 58 Fremdmaschinen in unserem Lieferumfang.Von Hüller-Hille über Grob Kaltverzahnungs-maschinen aus Männedorf, SIG Tieflochbohrmaschinen und viele andere.
  Diese Aufgabe für die Inbetriebnahmen der Anlagen war eine herrliche Herausforderung!  Maschinen miteinander zu verheiraten, wo nur das Papier zuerst etwas zeigt. Doch die Realität kam dann in der auf die grüne Wiese gestellten, neuen Halle in Russland zu Vorschein. 4 Hallen mit 1200 Meter Länge, 600 Meter Breite.
  Hatten wir unter 11 Grad Raumtemperatur, mussten wir mit dem Arbeiten warten. Sicher, einige Tage sassen wir da und warteten!

Ziel: 75'000 LKW pro Jahr müssen hinten raus, dazu wurde die Anlage ausgelegt.
Mit z.B.  u.a. Kopiermaschinen?? Alles ohne CNC?
 
Aber interessanterweise, waren an einer der Maschinen z.B. 2 Einstechschlitten von unten mit je 4 Werkzeugen. Dann 2 Kopierschlitten  oben  die gleichzeitig fuhren. D.h. zwischen 2 und 6 Werkzeuge waren fast immer gleichzeitig im Eingriff. Zeitlich sensationell!
 
Nun dann kamen die 2 - Achsen CNC-Steuerungen für die Drehmaschinen. Ca. 1975 -1980. Plötzlich versuchte man mit allen Mitteln alle Ausreden zu finden, dass man jetzt plötzlich viel langsamer ist als früher. Versucht zu kompensieren hat man es mit  Hochleistungswerkzeugen, wo sicher Sandvik damals sofort richtig reagierte und damals auch ein Leader war, schnell und gut (auch teuer!).
 
Damals hätte man am liebsten mit 1000 Meter in der Minute Zerspanungsleistungen angegeben! Dass aber die Standzeit mit ein Thema war, z.B. mit 100 Meter in der Minute Werkzeugeingriffszeit 60 Minuten, mit 200 Meter in der Minute, Werkzeugeingriffszeit 10 Minuten  ist nur ein kleines Beispiel von der Wende, die damals durch die Köpfe gingen.

  Mir ist besonders aufgefallen, als  ich dann nach Australien zu General Motors reisen durfte oder zu Daimler Benz nach Sindelfingen oder Stuttgart und ich staunte, wie viele alte Kopiermaschinen da noch produzierten von +GF+ , KDM 9, KDM 14, KDM 11, KDM 18 u.s.w. Die neuen CNC Drehmaschinen hatten es viel schwerer, wieder dort hin verkauft u werden, denn da konnte die Ausrede "man macht heute eben nur noch Kleinserien und keine Grosserien mehr!" nicht Fuss fassen. Darum diese Lösung! Das zählte in der Grossserien- industrie nicht ganz.
   Darum wollen wir die CNC Technik mit der Mehrwerkzeugtechnik wieder vermehrt haben. Mehrfachoperation in den Vordergrund stellen und CNC Steuerungslösungen bestens überlegt, nicht kompliziert und wenig Exoten, besser dann eben 2 oder 3 Steuerungen miteinander verheiraten, aber Standard, wenn wir viele Achsen benötigen (1 CNC = 4 Achsen)
   Natürlich gibt es easy Lösungen von CNC Steuerungen. Doch da sind die Hersteller dermaßen gefordert, daß es nicht selten ist, wenn kein Softwarestand länger als 6 Monate bestehen bleibt, d.h. die Software ändert so schnell, dass man gar nicht mit dem Maschinenbau nachkommt. Ist aber auch verständlich, eine Softwareänderung ist ja schnell gemacht, nicht aber ein Maschinenbauprinzip. Wo aber so eine super CNC Steuerung mit 10 Kanälen d.h. jeder Kanal ist eigentlich eine eigenständige CNC, aber mehrere Achsen interpolieren können und die nächsten Kanäle unabhängig dasselbe tun.

  Wenn wir heute realistisch nachdenken, so kann man aber auch sagen, dass der Schweizer Maschinenbau schwer darunter gelitten hat, dass nämlich die wertvolle Mechanik plötzlich nicht mehr gebraucht werden soll.  Alles nur noch elektronisch. Naturgesetze werden oder wurden überarbeitet, umbenannt, von einer anderen Seite betrachtet. Schwere Tonnenmaschinen durch Leichtbau ersetzt, eben so, dass die Lebensdauer  ja nicht mehr so hoch war, sei es für die  Maschine oder die Werkzeuge.
  Hochschulen aus aller Welt haben die Maschinenzeitschriften mit Berichten überhäuft, dass man nie mehr ein Ersatzteil an Lager legen soll. Diese Lösung wurde angestrebt:

     1. Meldung, bei uns ist eine Hauptspindel defekt
     2. Sofort ein Knopfdruck in der Serviceabteilung, innert 4 Stunden sollte die Spindel gedreht, 
         geglüht, gehärtet und geschliffen aus dem Hause.

Nun die Hochschulen suchen heute noch  nach Erklärungen. Unsere Frage, ob die alte Theorie wirklich so falsch war? Mache halt 100 Stück, brauche nur 30 Stück sofort, die anderen innert 2Jahren, wenn der Preis sich eben auf 20% der Stückkosten reduziert einerseits und anderseits immer ein glücklicher Kunde da ist, wenn er anruft und ein Ersatzteil braucht und man nach einem Griff ins Gestell das Teil hat und einbauen kann.. Wäre nicht das der Weg?
  Nun beachten wir einmal die nachfolgend beschriebene alte Dame aus den Vereinigten Staaten, die Zahnradhobelmaschine

                                                                
Gleason.
  Sie ist schon beinahe ein Kunstwerk, wenn man sich in die Konstruktion der Maschine vertieft. Eine Zahnradhobelmaschine für Kegelräder  und man staunt, schon früher war die Maschine schnell zum einrichten, doch  leider findet man immer weniger Leute, welche solche Maschinen überhaupt noch einzurichten. Wen wundert es, wenn wir selber, um 3 Zahlen zusammen zu zählen, immer sofort zum Taschenrechner greifen? (Mir geht es jedenfalls so!) Warum das Hirn noch anstrengen, wenn es einfach auch geht?
 
Eben darum haben wir an die alte Maschine eine CNC gebaut, mit welcher man mit nur minimalsten wenigen Parametern fast jedes beliebige Zahnrad hobeln kann.
 
 
Mit nachfolgenden Werten tun wir das:

  Man tippt die Zahlen ein: 

  R0=  1  Schruppen des Zahnrades

           2  Schlichten des Zahnrades

           3  Hobeln des ganzen Zahnrades

           4  Rundrichten des Zahnrades     

 
                                 
     

  Gleason Zahnradhobelmaschine – mit neuer SINUMERIK 802C CNC-Steuerung Oktober 01

 
  Ab sofort liefern wir die kleine, neue CNC Steuerung Sinumerik 802
  der Ersatz für die 810 T/M/G

  Sollten Sie größere Anwenderwünsche haben, oder sogar selber einmal eine Steuerung umbauen wollen, oder  Mehrere, machen wir auch so Zwischenlösungen, wo wir unseren Teil mit dem Grund-PLC-Programm liefern für den Selbstanbau.

  Hier eine kurze Beschreibung der Steuerung:
  Unsere Lösungen sind für Drehen, Fräsen, Laser Schneiden, Hobeln, Zahnräder Fräs- und Hobelmaschinen, Schleifen, Automationen  etc.

 
 

 

 

 

  Hier einige Angaben was das kleine „Biest“ so kann. (Diese Steuerung hat  fast in meinem Kittelsack Platz, so klein! Fast wie ein Psion)

            ü      Dreh- und Fräsfunktionen

ü      Integrierte CNC, SPS, HMI und Kommunikation

ü      Komplette Servolösung

ü      Bis zu 3 Achsen und 1 Spindel

ü      Eingabemöglichkeiten in Zoll oder metrischen Masseinheiten

ü      Vorschub und Eilgang von 0.001 mm/min bis 999 m/min

ü      Endlos drehende Rundachse (keine Begrenzung)

ü      3D Interpolation (linear, kreis- und schraubenförmig)
Spindelkonfiguration mit Spindelhalt mit definierter
 

ü      Flachbedientafel mit 5,7“ LCD-Bildschirmanzeige (S/W)

ü      CNC-Volltastatur

ü      Maschinensteuertafel

ü      Schnittstelle für manuellen Pulsgeber (2)

ü      Universelle V24 Schnittstelle (RS 232)

ü      Datenübertragung von ECU zu ECU

ü      Einfache Bedienung mit 5 horizontalen Softkeys

ü      Grafische Zyklenunterstützung

ü      Zugriffschutz (8 Stufen)

ü      Anzeigetext in 2 verschiedenen Sprachen

ü      Tatsächliche Positionswerte in 2- bis 5-facher Schriftgrösse

ü      Klartextanzeige der Betriebszustände

ü      Endstellung und Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter

ü      Werkzeugkorrektur

ü      LockAhead (1 Satz) 

¨   DIN 66025 sowie höhere  Programmiersprache

¨   G-Code-Kompatiblität

¨   TEACH-IN-Funktionen                      

¨   Technologiezyklen für Drehen und Fräsen

¨   Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter

¨   Massangaben metrisch und in Zoll

¨   Hintergrundbearbeitung                    

¨   Grafische Programmierunterstützung

¨   CNC-Anwenderspeicher (256KB)    

¨   Vorschubgeschwindigkeit pro Minute / Auflösung

¨   Ruckbegrenzung                              

¨   Vorschub-/ JOG-Korrektur (0-120%) 

  Diese CNC Steuerung alleine verkaufen wir  eingebaut in einem kleinen Panel,  siehe Gleasen Photo.  Wenn ein mit einem Umbau bestellt wird, dann kostet es pauschal.

  Die früheren Methoden, wo wir die CNC nur austauschten ohne Relais und  Kabel, werden wir nur noch im Notfall in Betracht ziehen. Denn das Auswechseln der glasharten, brüchigen Kabel und gleichzeitig eine Maschinenreinigung ist eben ein Weg, damit  der Kunde wieder Freude hat an seiner älteren, aber immer noch sympathischen Maschine.

  SCS Motoren und Regler

  Ab sofort liefern wir die neusten, sehr guten und leicht einstellbaren, jederzeit nachrüstbaren,  Vorschubmotoren von unsern Mailänder Freunden SCS.  Die Motoren mit den Reglern stehen garantiert gar nichts hinter denen von  Siemens.
  Die Analogantriebe können überall dort eingesetzt werden, wo eben auch ein Motor verbrannte, der Regler auch noch zerstört wurde, oder eben auch da, wo die Servicegewährleistung wegen einem zu altem Gerät durch ein neues ersetzt werden sollte.
  Die Antriebe haben  den großen Vorteil, dass jeder Motor einfach einen eigenen selbständigen Regler hat ohne 1-2 Vormodule, wie dies bei Siemens oder Anderen oft der Fall ist.  Die ersten Geräte  lieferten wir nach Angola vor rund 3 Jahren und man hat wieder neue bestellt für den Austausch alter Siemens Motoren, weil eben da die Mitteilungen kommen, ältere Antriebe als 10 Jahre werden nicht mehr repariert.  Wie immer bestätigt es sich auch hier, die Elektronik sollte sich schämen im Gegensatz zur Mechanik, wo doch vieles für 50 Jahre gebaut wurde und immer noch wird.

  Reisebericht in den „wilden“ Osten

  Nun auch hier kann man sich gut überlegen, alte Technik neue Technik; Traktor und Pferd!  Beides geht! Doch so weit möchten wir uns nicht zurücklehnen in die URALT-Technik. Unsere Aussagen sollen  das was in den letzten Jahren ging, aufzeigen.
  Diesmal ging’s Richtung Osteuropa. Einer unserer Geschäftsfreunde hat eine Produktionsfirma in Ungarn, wo übrigens, nebst anderen Maschinen, auch die erste von uns hergestellte Doppelseitendrehmaschine die WIAP DM02 steht, sowie 3 CNC-Drehmaschinen von Storebro. Da gerade Schulferien waren, haben wir uns für einen kurzen Familientrip entschieden. Am Dienstagabend nahmen wir den Autozug Feldkirch – Wien. Bis auf die Tatsache, dass der Lokführer irgendwie mit Niki Lauda verwandt gewesen sein muss, ist es eine bequeme Art zu reisen. Na ja, nach einer mehr- oder weniger schlaflosen Nacht, durchgerüttelten wie eine Ovomaltine im Schüttelbecher, kamen wir in Wien an. 

Unsere erste Station war dann Budapest.  

 

Aussicht auf Budapest. Unser Jüngster, Sven  

  Nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder weiter. Nach einem reichhaltigen Mittagessen erreichten wir dann gegen 16.00 h die Firma unseres Freundes in Szolnik. Wir bezogen unsere Hotelzimmer. Wobei ich hier bemerken muss, dass mir hier das erste Mal, die Haare etwas zu Berge standen. Eine kurze Diskussion mit meinem Mann über Sauberkeit und so weiter, hat mich dann aber überzeugt, dass dies also nun mal so ist. Aha.
  Die Jungs und ich hatten dann einen gemütlichen Donnerstag, den wir mit Essen und spazieren verbrachten. Das ungarische Essen ist wirklich gut und die Preise sind für unsere Verhältnisse sehr günstig. Für ein „Cordenbleu“ bezahlt man umgerechnet knapp CHF 5.--. Hingegen kosten Kleider, Schuhe usw. etwa gleich viel wie bei uns. Ein Ungare verdient etwa CHF 200 - 300.-- im Monat.  
  Am Freitagmorgen fahren wir weiter Richtung Norden. Jetzt haben wir auch die Gelegenheit, die wirklich schöne, aber flache, Landschaft zu genießen. Wir entscheiden uns, in die Slowakei zu fahren. Der Grenzübertritt war nicht kompliziert und dauerte etwa 20 Minuten.( Im Gegensatz zu früher ohne Autokontrolle) Gegen Abend erreichen wir eine Stadt im Niedrigen Tatra-Gebirge. Etwa 50 Kilometer später fanden wir ein Ski- resp. Sportgebiet mit verschiedenen Hotels. Wir beschlossen hier zu übernachten und nahmen 2 Doppelzimmer. Die Kinder genossen das Hallenbad und wir den Apéro. Auch hier, das Essen war gut und noch günstiger als in Ungarn. Unsere Kinder staunten nicht schlecht, als sie den Preis für eine Suppe umrechneten und auf kann 0,5 CHF kamen. Eine Cola kostet 0,80 CHF. Für die beiden Doppelzimmer mit Frühstück bezahlten wir am nächsten Morgen umgerechnet CHF 59.--. Kurz gesagt, es hat uns sehr gefallen und wir werden irgendwann einmal an diesem Ort ein paar Tage Urlaub machen.
  Samstag
: Wir fahren wieder zeitig los. Diesmal über die Grenze nach Tschechien. Die Kinder möchten noch nach Prag.

  Die Fahrt nach Prag war sehr interessant. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Die Strassen sind gut ausgebaut und der Verkehr hält sich in Grenzen, so war der Weg ca. 80% ohne Autobahn auch abwechslungsreicher. Auch in Prag gibt es eine kurze Stadtrundfahrt. Wir beschließen jedoch nicht hier zu übernachten und fahren weiter bis nach Pilsen (Bierkenner wissen was das heißt). Gegen 19.00h treffen wir dort ein und nehmen uns ein Hotel. Sehr zur Freude unserer Jungs essen wir in der Hotel-Disco.
  Pilsen gehört zu den 4 grössten Städten in Tschechien und kann sowohl kulturell wie auch industriell einiges bieten. Es liegt ungefähr 70 km vor der deutschen Grenze. Und diese 70 km legten wir dann am nächsten Morgen zurück. Mittags um 15.00 h kamen wir dann aus Deutschland via Schaffhausen, inkl. Besichtigung des Rheinfalls, wieder zu Hause an.  

 Rheinfall

 4 Tage = 4 Länder. Eine kurze, dafür um so intensivere Zeit.


 
Unsere aktuellsten Projekte

  Nun immer wieder stellt sich die Frage, wie kann man schnell und billig produzieren. Alternativ man geht in ein Billigland, wo die Leute noch für eine Handvoll Reis pro Tag arbeiten. Doch eben auch da sieht man, dass bald 2 Hände voll Reis erwünscht werden und eben noch besser sieht man das Tempo, diese Hand voll Reis zu einem Sack voll Reis Pro Tag kennt keine Grenzen, solange man nicht da ist passiert nichts, arm sind die Leute. Geht man und beginnt, kommt sofort  der Wunsch nach mehr ja sogar noch viel mehr und das ist eben normal in der Welt, wir sind eben alles Menschen. Doch  wenn es um Hochtechnologie geht und Hochtechnologie sind Dinge, wo wir selber immer wieder aufs neue gefordert sind, wo wir selber die Grenzen der Machbarkeit immer wieder aufs neue suchen. Mit solchen Dingen kann man nicht gut in die  Billigländer, um  diese Leute noch mehr verwirren. In den Ländern sollten einfache und mittlere Arbeiten gemacht werden, aber auch nicht einfach diese Leute  einstellen anstelle eines Portalladers oder Roboters, denn unsere Leute  haben sich langsam zum Menschen entwickeln können dank der AUTOMATION bis zu dem Zeitpunkt als man eben sehr nahe von uns viel billiger produzieren konnte. So wurde die Automation etwas zurückbuchstabiert.
  Trotzdem gibt es wieder neue Ansätze für Hochtechnologie, man will wieder vermehrt  in der Nähe vor der Haustüre herstellen, dass es dazu Automation braucht, zeigt ein nachfolgend aufgeführtes Projekt.


 
Projekt 1: Rohrbearbeitungsmaschine WIAP DM02  für Durchm. 52 bis 250 mm




  Wer oder was ist die Drehmaschinen Widmer ?

  Was will den eigentlich die Kowi2? Nach dem Swissair Group Problem schon wieder eine Gruppe?

  Wir haben uns  dafür entschieden, bevor man etwas hörte vom  Swissair Problem, denn wir haben uns ein wenig an die Russenlösung angelehnt, wo man einen 5 Jahresplan machte, doch unser Konzept beinhaltet ein 10 Jahresplan. Im weiteren geht es aber auch  um unsere 3 Kinder und oft ist eine Gruppenlösung besser als eine Einzelfirma resp. eine AG, denn man kann auch größere Projekte in Angriff nehmen.

  Die Drehmaschinen Widmer 

  Ist die Hauptverantwortliche für das Marketing.  Die von uns geschützten Namen, wie:  WIAP,  Storebro, DMW, VDSF, sowie  mehrere Patente,  werden  anders vermarktet als bis anhin gedacht.  Verkäufe  von Lizenzen , ev. auch Lizenzübernahmen oder sogar die Übernahme einer kleinen Maschinenfabrik sind Themen, die im Drehmaschinen Widmer  10 Jahresplan sind. Vorläufig wird aber die Drehmaschinen Widmer  keine eigene AG, sondern hat nur eine Marketingposition. Juristisch wird eine der 3 Firmen ( WIAP, DMW oder Kowi)  jeweils ihre eigenen Geschäfte tätigen.

  Die Wiap

  Wird künftig  noch Neumaschinen und Grossumbauten über CHF 20'000.-- realisieren. Das Image als Gebrauchtmaschinenhändler soll abgeschüttelt werden. Wir rechnen auch hier mind. noch mit 5 Jahren. Die WIAP soll mit dem Start der Drehmaschinen Widmer  eine neue Firma werden. Es wird weit viel mehr wie bis anhin, auf die Qualität geachtet. Es werden bessere Qualitäten und  Produkte erzeugt. Das Ziel ist, bessere Produkte als Heid und bessere Produkte als Storebro sollen wir selber an die Endkunden liefern. Jahrelange Serviceerfahrungen sollen mit eingebunden werden, um zu vermeiden, das unzufrieden Kunden  auf der Kundenliste sind.  Die WIAP soll im Schweizer Maschinenbau einen Maßstab setzten der noch einige Zeit dauert. Doch mitverantwortlich dafür sein soll, dass man wieder stolz die CH- Armbrustprodukte ansehen kann. Leider geht nicht alles auf 100% Qualität,  darum hat man die 2 weiteren Firmen, die den Namen auch für eine gute Philosophie verbürgen, doch eben in der Anlehnung an die Ausländer.

  Die DMW GmbH

  Wird Handelsprodukte aus dem Außereuropäischen Raum vertreten und verkaufen. Mit zu Handelswaren gehören Produkte die von der  WIAP selber auch verwendet werden. CNC-Service wird über diese Firma gemacht an Maschinen die nicht im EU Raum erzeugt wurden. (CH Produkte laufen über diese Firma, hoffentlich bleibt das so.)
Metallentspannen mit Vibration wird ebenfalls durch die DMW GmbH ausgeführt.

  Die Kowi GmbH

  Hier wird der Service an den Maschinen gemacht die aus dem EU Raum kommen. Das vorhandene Vertreterprogramm von Storebro läuft über diese Firma. Neue Vertretungen werden mit in die Gesellschaft aufgenommen.  Handelsprodukte aus dem EU Raum werden über diese Gesellschaft abgewickelt. Produkte die in der mechanischen Fertigung erzeugt werden als Lohnarbeit oder Unterlieferant werden über diese Gesellschaft abgewickelt.



  USA Afghanistan wie denken wir! Was wäre die Aufgabe der Schweiz?

  Schrecklich was da passiert ist, dass so etwas überhaut passieren konnte ist einfach  nur zum den Kopf schütteln.
  Dass leider die Gewalt mit Gewalt vergolten wird wie im alten Testament (Aeuglein um Aeuglein!), dass man Kopfgeld aussetzt, wie im wilden Westen. enttäuscht mich sehr. Denn  Stärke wäre gewesen, wenn die heute vielen befreundeten Länder sich an einen Tisch gesetzt und zusammen ein Plan ausgearbeitet hätten, der die wirklichten Täter überführt hätte. Doch der Ansporn, dass man noch gutmütige Gifte verbreitet ist ja eines, doch es gibt sicher auch Gifte, wo man noch 20 Jahre suchen kann nach einem Gegenmittel.  Brutale Methoden mit fahrenden Bomben, wie vollgetankte Flugzeuge auf A-Werke zusteuern lassen, oder Grundwasser vergiften, womit man Tausende Menschen umbringen kann, oder, oder.
  Wir hatten nach dem Schleier Attentat einige Jahre Ruhe, wirklich Ruhe. Warum jetzt wieder diese Unruhe?  Wer steckt wirklich dahinter?  Wie weit sind wir selber schuld indem wir eben den Armen zu wenig helfen?
  Aber ganz sicher mit töten oder rächen,  schon gar nicht an den vielen, armen Leuten, kommt man nur zu dem Ziel, dass man immer mehr gegenseitig Hass erzeugt, Misstrauen und natürlich die Wirtschaft ankurbelt, doch man könnte ja einen neuen Tunnel bauen von Basel nach Chiasso anstelle Kriegsgeld zu opfern. Da hätten nämlich auch in 100 Jahren alle noch etwas davon und jeder Panzer ist ja nur Geld, das eigentlich direkt verschrottet wird. Und wir zahlen für den Schrott! Sorry, aber wir sind enttäuscht von den heutigen hoch intelligenten Wildwestmethoden um Frieden zu stiften.

  Was können wir  zum Weltfrieden beitragen?

  Wir wollen  ernsthaft alle Möglichkeiten durchdenken, was wir in den Billiglohnländer und auch Entwicklungsländer machen können. Sicher gäbe es hunderte von Maschinen, Autos und anderem, das wir anstelle zu verschrotten, den Leuten geben und dann noch viele Jahre dienlich sein kann. Damit auch diese Menschen die Möglichkeiten haben, Dreher, Fräser, Monteure u.s.w. ausbilden zu können und jedes dieser Länder braucht noch viel Kraft und Energie, um sein eigenes Land etwas weiter nach oben zu bringen. Sicher hätten wir viele Junge die auch gerne in solche Länder einiges weiter geben würden was ihnen selber und den dortigen Menschen in dem jeweiligen Land mancherlei bringt. Darum unterstützen wir auch sehr das  Weiterbilden unserer jungen Leute.

  Wir sind berechtigt, folgende Berufe auszubilden: Metallarbeiter, Polymechaniker, Mechapraktiker und Automatiker.

  (Die Organisation KFKOK (Kinder für Kinder ohne Krieg) hat heute rund 2000 CHF bereit  für den  Einsatz. Wo dieser erfolgt, entscheiden unsere Kinder. Alle Aktivitäten der Organisation wurden / werden von der Kowi2 finanziert, d.h. alles Spendengeld und Mitgliedergeld bleibt und blieb unangerührt. Wer eine Kopie vom  Kontoauszug einsehen will, darf dies   vom Wiap Sekretariat verlangen. 

  Nächste Ausgabe Fakten & Ansichten Nr.5

  Bis bald alles Gute Iris und Hans-Peter Widmer

 Obersumpfstrasse 11
 CH 5745 Safenwil


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