Reisebericht Ukraine  11

Ir& Hanspeter Widmer Juni 2005                                                                                                       

THEMEN u.a.

Reisebericht  - Ukraine vom 2.6.bis 5.6.2005

Kinderpoly-Klinik Seite   2

Landkauf in Usghorod? Seite 6

Besuch im Zigeunerdorf Seite 7

Gespräch mit dem Vice-

Bürgermeister Seite 8

Diverses, Zusammen-

Fassung Seite 9

 

Dieses Ambulanzauto aus der Schweiz, haben wir Mitte April 05 in die Ukraine, nach Uzhgorod gebracht.

Liebe Leser und Leserinnen

Es war unsere 11.  Reise in die Ukraine

Vielen Dank, dass man Schengen zugestimmt hat. Wir brauchen es für die Zukunft. Folgend einige Erlebnisse anlässlich des letzten Besuches in der Ukraine über dieses Wochenenden.

Iris & Hans-Peter Widmer

Postfach 4317 – CH - 5000 Aarau,

Tel  062 752 42 60

Fax 062 752 48 61

E-Mail: hanspeter@widmers.info

iris@widmers.info      www.wiap.ch

 

    

Photo: Iris & Hanspeter Widmer (rechts),

und Herr Ramadan zusammen mit Frauenärztin Dr. Antonia (2.v.l.) anlässlich der Übergabe des Ultraschallgerätes bei unserem vorletzten Besuch. 13. bis 17. April 2005

 

Reisebericht Ukraine 

Abfahrt:  Freitag, 2. Juni.2005 um 0500 mit PW Hans-Peter und Iris Widmer

 

Strecke:  Safenwil, St. Gallen, Lindau,  München, Wien, Budapest, Uzhgorod (Ukraine)

Total Km 1500, Fahrzeit: 12 Stunden

 

Ziel / Grund der Reise:

1. Unser Partner, Atta Ramadan aus Ägypten und der 2. Partner Hamdy, wollen in der Ukraine Land kaufen, um 8 Wohnblöcke und auch einen Spital zu bauen. Herr Ramadan meldet uns, dass er 8800 m/2 kaufen möchte für 600’000 USD.  Wir haben aufgrund der Unterlagen gesehen, dass etwas nicht stimmen kann und kurzfristig entschieden hinzufahren.

2. Wir  haben das Aufgebot bekommen, um das Spital Auto vorzuführen und müssen die Autonummer holen und die Sache mit der Schenkungsurkunde besprechen

3. Wir wollten entscheiden, ob wir das Spitalprojekt weiter verfolgen oder beenden.

Nach unserer Ankunft am Freitag-Abend in Usghorod warten Herr Ramadan und Herr Hamdy auf uns. So treffen wir die beiden um 20.00h in ihrem Hotel in Zentrum der Stadt. Sie waren in Begleitung einer jungen Frau, die in der Poly-Kinderklinik arbeitet. Es wurde der Wunsch geäussert, dass wir uns diese Klinik am nächsten Tag um 09.00h ansehen.

Daraufhin gingen wir mit unseren Aegyptischen Freunden Essen und besprachen die allgemeine Sachlage, da wir uns einige Wochen nicht gesehen haben.

Am Samstagmorgen waren wir in der Kinder-Poliklinik. Gesprochen haben wir mit Frau Doktor Yack Elisabeth, Tel, 3-44-52, Handy 80506101952

Sie hatte einen „Wunschzettel" erstellt und uns diesen, mit der Bitte, etwas davon zu organisieren, übergeben. Wir haben diese Liste dann auf Deutsch übersetzen lassen. Wir haben der Aerztin gesagt, sie solle die Prioritäten der Punkte setzen. Wir haben diese kursiv und fett dargestellt:

An

Die Vertreter der KFKOK Ukraine Hrn. H.P. Widmer und Fr. I. Widmer.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, dann bitten wir sie für die Klinik der Ushgoroder Kinderstadtklinik (Ushgorod, Boshenko Str. 2), die 25 Tausend Kinder der Stadt bedient, die Humanitäre Hilfe leisten, und zwar:

Computer mit Drucker

Elektrokardiograf (EKG-Gerät)

Ultraschallgerät mit Zubehör

Ophthalmoskop (Augenspiegel) und Othoskop (Ohrenspiegel) für die Familienärzte

Elektronische Babywaage

Waage, Körpergrößemesser

Tonometer

Kühlschränke

Phonendiskope (Nasenhörrohr)

Arztkittel, spezielle Kleidung

Schrankwand für das Behandlungs- und Massagekabinett, Massagetische, Laufband, Stationsfahrrad

Verbandstische, Tische, auf denen die Kinder in Windel gewickelt werden

Taschen für die Familienärzte

chirurgische Instrumente, Verbandsmaterial

Operationslampe

Spiegelteleskop für das HNO-Kabinett

Taschenrechner (4 Stk. hatten wir dabei und abgegeben)

Bakterizid- und Quarzlampen

Bodenanstrich für die Zimmer

Lösungsmittel für die Reinigung, Waschmittel für die Hände

Spatel, Abfallbehälter, Handschuhe

Stative für die Tropfflaschen

Matratze für Tische, auf denen die Kinder in Windel gewickelt werden.

Telefonapparate

Pampers, Windel, Tücher, Decken, Kleidung (für arme Familien)

Materialien für die Renovierung (Farben, weiße Farbe usw.)

Laborinstrumente für Expresslaboratorien

Mikroskope

Spitalauto

Kopiergerät

Faxagerät

Möbel für das Registraturbüro

Leuchten, Tischlampen

Tische, Nachttische, Stühle

Systemstest für die Harn- und Blutanalyse

Inventar für die Reinigung (Staubsauger, Eimer, usw.)

Bügeleisen

Mit Hochachtung

Stellvertreter des Chefarztes

für poliklinische Arbeit

der Ushgoroder Stadtkinderkrankheit

J. Ljach

 

Beschreibung dieser Kinder Poliklinik:

(Dies ist gleichzeitig unser Spitalbericht Nr. 13  aus Transkarpazien)

Diese Klinik ist, wie alle anderen auch, mausarm. Geräte sind alle ca. 40 bis 50 Jahre alt. Die Wände innen total verfallen, der Verputz fehlt an mehr als 50 % der Wände.

In diese Klinik kommen Kinder zu Untersuchungen und Diagnosestellung. Je nach Krankheit werden sie dann in das Kinderspital überwiesen. Die Polyklinik ist dann für die weiteren Therapien (Physiotherapie) zuständig. Daher auch der Wunsch nach Laufband und Fahrrad.

Kennzahlen:

Hier arbeiten 280 Leute; davon

170 Ärzte, 230 Schwestern,  60 Sanitäter

Im Budget hat man pro Jahr  4 Mio. Grifna, dass sind ca. 1 Mio. CHF.

78% ist für Löhne = 780’000 CHF, d.h. CHF  2785.-- pro Kopf/Jahr brutto = CHF 232.--/montl.

minus Abzüge  22% bleiben übrig für Strom und Wasser u.s.w.

Wir fragten, ob sie ein Investitionsbudget machen resp. haben. Die Direktorin sagte, wir müssen die Buchhaltung fragen, sie wisse es nicht.

Essen tut man hier nicht mehr. Bis vor 4 Jahren haben alle Kinder ein Essenspaket bekommen doch jetzt nicht mehr, man muss sparen.

Gerade hat ein Vater eines Kindes 10'000.-- Grifna, (2500.- CHF) gespendet, damit man den Operationssaal renovieren kann. Es wurde dann mit dem Geld 4 Räume renoviert.

Ab und zu spendet aber auch jemand 5000 Grifna, damit macht man sehr viel für die Optik, was aber auch sehr nötig ist.

Wir fragten, was sind die häufigsten Krankheiten der Kinder? Nach etwas Zögern gab uns die Aerztin eine Liste, die wir wieder auch auf Deutsch haben übersetzen lassen.  

Diese Liste findet sich auf der nächsten Seite.

 

 

Photos Kinderpoliklinik

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungsstruktur nach den Klassen von 0 bis 14 Jahren für das 1. Viertel 2005 der Stadt Ushgorod

2005

2004

Gesamt

Stand

Gesamt

Stand

Gesamt

7844

361,6

6894

406,9

1

Erkrankungen der Atemorgane

5217

240,5↓

6298

285,2

2

Haut- und Unterhautzellgewebeerkrankungen

588

27,1 ↑

182

8,2

3

Erkrankungen der Verdauungsorgane

356

16,4 ↓

327

14,8

4

Erkrankungen vom Auge und seiner Adnexe

217

10,0 ↓

378

17,1

5

Ohr- und Warzauswuchserkrankungen

198

9,12 ↓

226

10,2

6

Infektions- und Parasitärkrankheiten

185

8,52 ↓

222

10,1

7

Verletzungen und Vergiftungen

173

7,97 ↓

373

16,8

8

Krankheiten des Knochen-Muskel-System

163

7,51 =

165

7,4

9

Nervensystemskrankheiten

134

6,17 ↑

106

4,8

10

Erkrankungen von Blut und blutbildenden Organen

126

5,8

111

5,0

11

Endokrinsystemskrankheiten

125

5,76 ↓

151

6,8

12

Urogenitalkrankheiten

118

5,44 ↓

16

7,6

13

Einzelne Zustände in der Perinatalperiode

75

3,45 ↓

85

3,8

14

Geborene Anomalien

74

3,41 ↑

64

2,9

15

Kreislaufssystemskrankheiten

53

2,44 ↑

43

1,9

16

Neubildungen

22

1,01 ↓

36

1,6

17

Psychik- und Benehmensstörung

11

0,5 ↓

17

0,7

18

Symptome, Merkmale und Normabweichungen

9

0,41

32

1,4

 

Die allgemeinen Erkrankungen wurde niedriger, die Krankheiten des Nerven- und hastroenterologischen Systems, der Haut und des Blutkreislaufssystems haben sich erhöht.

 

 

Kinderpolyklinik: Röntgenapparat – manchmal funktioniert er; hauptsächlich aber nicht.

 

 

 

 

 

 

Erkrankungsstruktur der Kinder des 1. Lebensjahres für das 1. Viertel 2005 der Stadt Ushgorod

2005

2004

absolut

Kennziffer

absolut

Kennziffer

Gesamt

894

614,0 ↓

1056

772,0

1

Erkrankungen der Atemorgane

413

283,6 ↓

562

410,0

2

Andere Krankheiten

141

96,/8 ↑

102

74,5

3

Erkrankungen von Blut und blutbildenden Organen

76

52,1 =

72

52,6

4

Zustände, die in der Perinatalperiode entstanden sind

75

51,5 ↓

85

62,1

5

Nervensystemskrankheiten

63

43,2 ↓

70

51,5

6

Krankheiten der Verdauungsorgane

62

42,5 ↓

59

43,1

7

Geborene Anomalien

21

14,4 ↓

43

31,4

8

Urogenitalkrankheiten

17

11,6 ↓

22

16,0

9

Infektions- und Parasitärkrankheiten

15

10, 3 ↑

10

7,3

10

Erkrankungen vom Auge und seiner Adnexe

4

2,7 ↓

15

10,9

11

Ohr- und Warzauswuchserkrankungen

4

2,7 ↓

10

7,3

12

Verletzungen und Vergiftungen

3

2,0↓

6

4,3

Es wurden 429 Kinder des 1. Lebensjahres in der Fürsorgestelle untersucht, zum ersten Mal wurden 239 registriert.

Allgemeine Erkrankungen wurden niedriger. In der Struktur sind die Änderungen, im 1. Viertel besitzen die Perinatalzustände den 4. Platz, im Jahre 2004 waren sie im 2. Platz. Geringere Zunahme der Infektions- und Parasitärkrankheiten, sowie anderen Krankheiten.

 

 

 

Statistisches Büro in der Kinderpolyklinik. Für 3 Angestellte hat man 1 Taschenrechner. Beachtliche Patientenakten.

 

 

 

 

Im weiteren Gesprächsverlauf haben wir noch folgendes erfahren:

Kinder haben grosse Probleme mit Bronchitis

Sie haben ausserdem viele Probleme mit dem Magen.

Blutarmut

Diese drei Krankheiten resultieren zumeist aus Jod-Mangel und Vitamin-Mangel. Das heisst, mit einer verbesserten Nahrung könnten wir hier schon viel helfen.

60% der Kinder sind nicht erwünschte Kinder. Daraus ergeben sich psychische Krankheiten; die Kinder erfahren keine Liebe und Geborgenheit.

Unsere Frage nach der Antibaby-Pille wurde ernst genommen und genau so ernst beantwortet: „Das kann sich niemand leisten."

Auch hier könnte man mit einem geringen Aufwand viele Probleme verhindern. Es ist ja nicht so, dass diese Menschen keine Kinder haben wollen, sondern, sie können sie sich schlichtweg nicht leisten.

 

Unsere zwischenzeitlichen Abklärungen in Vietnam, haben ergeben, dass in der von HP. Widmer besuchten Medikamentenfabrik auch Antibaby-Pillen hergestellt werden. Wir warten nun noch auf die Preise.

 

 

 

Samstag, gegen 11.00h

Besichtigung mit Ramadan und Hamdy das besprochene Grundstück. Treffen mit Michael, von welchem wir etwas Informationen erhielten. Man sagte, ein Ex Polizei Mann  vermittle alles. Wir warteten ca. 1 Stunde. Man  sagte, es seien   8800 M/2 Land zu verkaufen. Das Grundstück ist aber 36 000 m/2 gross und nur wusste Niemand, wo die Grenzen durchgehen.

Schlussendlich bekamen wir die Pläne. Einiges was wichtig war, wurde abgedeckt.

Wir haben Ramadan geraten, das Grundstück nicht zu kaufen.

Photo: Herr Ramadan bei der Landbesichtigung.

 

 

 

Besuch  in Mukaschowo (ca. 30 Km von Usghorod weg – Richtung Kiew)

Samstag, 3.6.2005 um 13 Uhr

Anmeldung bei dem Pförtner. Wir fragten für Spitalmaterial Abgaben, fragten ob Leute da sind, die wir mal vor ca. einem Jahr besuchten. Man hat uns vertröstet auf den  Montag, somit haben wir entschieden zurück zu fahren.

 

 

Unterwegs  zurück nach Uzhgorod haben wir noch Körbe eingekauft.  Weihnachtsgeschenke für unsere Familien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Photo: Herren Ramadan und Hamdy mit Iris Widmer und der Korbflechterin

 

Samstag, 3.6.2005, um 16 Uhr machten wir Termin ab mit dem Zigeunerbaron Josef. Wir brachten ihm für das Kleinspital  etwas Verbandsmaterial.

 

Photo: Zigeunerbaron Josef in seinem „Kleinspital". Wir wollen ihm helfen, dies ein wenig einzurichten. Einige Mitglieder des Militärsanitätsvereins Sektion Aarau, in welchem unsere Tochter Caroline Aktivmitglied und Aktuarin ist, werden im Spätsommer 05 zu diesen Zigeuner reisen, um mit einigen von ihnen einen 1. Hilfe-Kurs durchzuführen.

Josef der Ziegeunerbaron war leider nicht da, so übergaben wir das Material seiner Mutter und seiner Schwester.

Vom letzten Besuch kannten wir das Zigeunerdorf bereits. So fuhren wir die holprige, löchrige Strasse (nein eher Weg) etwas weiter in das Dorf hinein. Wir wussten, dass am Ende des Dorfes die Leute wirklich nichts haben.

Wir hatten das ganze Auto voll mit Kleider, Essen (Schoggi, Nescafe, Konfitüren, Honig, Teigwaren) und einige Anzüge von H.P Widmer. Auch Babykleider von einer Spenderin die uns anrief, als der Artikel über den Spitalwagen in der Zeitung kam.

Es war ein einmaliges Erlebnis. Anzumerken ist, dass sich niemand aus dem offenen Kofferraum selbst bedient hat. Auch wurden wir weder „betatscht" oder sonst was. Es ist die absolute Direkthilfe und wir werden das, falls möglich, bei behalten.

Photo’s Verteilung der Geschenkware aus Safenwil

 

 

 

 

 

Wir haben versucht, die Kleider entsprechend der Grösse zu verteilen.

 

Dann um 18.30h trafen wir den Professor Serge in Uzhgorod. Er hatte leider seit fast einem Monat nicht mehr viel Kontakt mit uns.

Ihn planen wir, in die neu zu gründende Organisation KFKOK, als ein Hauptmitglied einzusetzen.

 

 

Wir verhandelten auch Finanzsituationen und rieten Dr. Serge sein Auto zu verkaufen und zu warten bis wir den Saab 9000 der Tochter bringen, wenn er vorgeführt werden muss. Denn was man bei uns wegwirft, kann man da noch 10 Jahre fahren und ist dann noch Tip Top. Die Kosten für Reparaturen sind ein Bruchteil. Gemäss Ukrainischen Gesetz dürfen keine Autos, welche älter als 8 Jahre sind, importiert werden. Hat man aber eine Firma in der Ukraine, kann man auch ältere Autos importieren.

Wir haben einige Varianten besprochen. Alternativen, wenn es mit Herrn Ramadan’s Land nicht klappt. Auch ein so genanntes Diagnostic Center, wie in Vietnam, wurde diskutiert und ist auf grosses Interesse gestossen.

Eine kleine Praxis mit einer Diagnose- und einer 1. Hilfe-Abteilung; zweckmässig ausgerüstet und unter Einhaltung unserer Vorstellung von Sauberkeit und Hygiene.

Sonntag Morgen um 10 Uhr bis 12 Uhr

Nummern Schilder der Ambulanz abholen und die Geschenkurkunde bereden, damit das Auto mit Ukrainischen Nummer eingelöst werden kann.

Man zeigte uns neu revidierte Räume; da könnte man zB. das Diagnose-Center machen.

Sonntag 12.00 h bis 13.30 h

Termin mit Iwan, ehemaliger Dolmetscher von René  Badertscher.

Allgemeine Gespräche, wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Er hatte für uns viele Papiere übersetzt und war an wichtigen Sitzungen als Dolmetscher dabei.

Sonntag, 13.30h Besprechung mit Stellvertretendem Bürgermeister von Usghorod im Hotel Gruschba (in diesem Hotel haben wir meistens unser Zimmer; es liegt etwas über der Stadt)

 

 

 

 

 

Photo: HP. Widmer vor dem Hotel Gruschba

Anwesend waren Dr. Sergej, Herr Ramadan, Herr Hamdi, Victor und wir

Diese Diskussion war sehr interessant. Der Bürgermeister liess sich kurz von uns das Spitalprojekt erklären und Herr Ramadan hat das Projekt „neue Wohnhäuser und Spital" erläutert. Die Landpreise wurden diskutiert. Die Stadt wird Herrn Ramadan einige mögliche Landobjekte zeigen.

Es wurde vereinbart, dass wir eine Frageliste zusammenstellen und diese dem Bürgermeister Stv. zu kommen lassen. So sollten dann diverse von uns gestellten Fragen zügig geklärt werden können.

Er bat uns um folgendes:

Beschaffung von Komunalfahrzeugen; sprich Müllwagen, Feuerwehrautos, Ambulanzen ect.

Aufbau / Konzeption einer Müllverbrennungsanlage

Zum Thema Müll:

Wir sind auch dabei dieses Problem in einer Provinz in Vietnam (Saigon) zu lösen und haben entsprechende Kontakte bereits geknüpft. Es wäre ideal, beide Projekte miteinander verbinden zu können. Aber die Investionssummen sind – für beide Länder .- immens hoch.

Ushgorod zB. hat ein riesiges Problem mit dem Müll. Recycling ist da noch ein absolutes Fremdwort. Vietnam ist um einiges weiter.

Wie gesagt, es war ein interessantes Gespräch und wir bemühen uns, soviel Hilfe zu leisten, wie möglich. Es fehlt nicht nur an Geld, sondern auch an Ideen und Eigeninitiative. Die Leute haben Angst, irgendwie selber etwas auf die Beine zu stellen.

Am späten Sonntag-Abend trafen wir, dh. Herr Ramadan, Herr Hamdy und Herr R. Badertscher, uns, um noch etwas zu reden und um uns zu verabschieden.

 

 

Brief an KFKOK: von:

Staatliche Verwaltung

Verwaltung für

in Transkapatien Gesundheitsschutz

Klinische onkologische Fürsorgestelle

88000, Ushhorod, Brodlakovytsch Str. 2, Tel./Fax 61-56-13, e-mail: Chas@oncolog.uzhgorod.ua

von ___________ Nr. __________ Präsidenten der Humanitäriorganisation

auf Nr. ___________ von __________ „KFKOK" Hrn. H.P. Widmer

Ushhorod, den 03.05.2005

 

Sehr geehrter Hr. Widmer!

Transkarpatische klinische onkologische Fürsorgestelle verfügt über die chirurgische Abteilung mit 60 Betten und die gynäkologische Abteilung mit 50 Betten. Jährlich werden circa 2000 chirurgische und Gynäkologische Eingriffe den Kranken gemacht.

Wir bitten Sie um die neuen chirurgischen Instrumente.

Die Administration garantiert, dass diese Instrumente ausschließlich für die Behandlung der onkologisch Kranken eingesetzt werden.

 

Am Montag-Morgen, um 05.00 h gings wieder los Richtung Schweiz, wo wir dann gegen 20.00 h abends eintrafen

 

 

Folgend noch ein „Wunschzettel" der uns von Dr. Sergej übergeben wurde. Wiederum in Deutsch übersetzt:

Wir kennen auch diese Klinik von einem früheren Besuch und wissen, dass die OP Instrumente aus der früheren DDR stammen und völlig verrostet sind.

 Bilder Klinik Herbst 2004

 

Zusammenfassend:

- Wenn wir die „Wunschliste" der Kinderpoly-Klinik lesen, sie brauchen unter anderem Desinfektions- und Reinigungsmittel. Wir können ihnen diese Sachen bringen, wir werden es auch machen. Aber, alle anderen Spitäler brauchen dies auch. Es sind Verbrauchsmaterialien; d.h. wer bringt es das nächste Mal, wenn überhaupt? Wir müssen eine Lösung finden.

- Sie brauchen zB. Kühlschränke (für Medi) Staubsauger, Bügeleisen: Sachen, die wir in der Schweiz regelmässig neu beschaffen und das Alte noch funktionstüchtig, entsorgen. Diese Sachen einzusammeln, das können wir organisieren, aber die Transportkosten in die Ukraine, übersteigen unsere finanziellen Mittel.

 

In einem nächsten Bericht werden wir das vergangene Jahr mit allen Reisen in die Ukraine zusammenfassen und auch über Erlebnisse u.a. am Zoll, bei den Behörden und vom Alltag berichten. Wir sind sicher, dass wir etwas bewegen können.

An dieser Stelle danken wir allen sehr herzlich, die uns in diesem Projekt unterstützen, spezieller Dank gilt unseren Eltern.

Soviel für heute; wir hoffen, es wurde mit etwas Interesse gelesen. Sicher ist, wir machen weiter, wir versuchen es.

Freundliche Grüsse aus Safenwil

Hans-Peter & Iris Widmer

 

 

Wohngebiet in Ushgorod