Reisebericht in den „wilden" Osten Herbst 2001
Nun auch hier kann man sich gut überlegen, alte Technik neue Technik; Traktor und Pferd! Beides geht! Doch so weit möchten wir uns nicht zurücklehnen in die URALT-Technik. Unsere Aussagen sollen das was in den letzten Jahren ging, aufzeigen.
Diesmal ging’s Richtung Osteuropa. Einer unserer Geschäftsfreunde hat eine Produktionsfirma in Ungarn, wo übrigens, nebst anderen Maschinen, auch die erste von uns hergestellte Doppelseitendrehmaschine die WIAP DM02 steht, sowie 3 CNC-Drehmaschinen von Storebro. Da gerade Schulferien waren, haben wir uns für einen kurzen Familientrip entschieden.
Am Dienstagabend nahmen wir den Autozug Feldkirch – Wien. Bis auf die Tatsache, dass der Lokführer irgendwie mit Niki Lauda verwandt gewesen sein muss, ist es eine bequeme Art zu reisen. Na ja, nach einer mehr- oder weniger schlaflosen Nacht, durchgerüttelten wie eine Ovomaltine im Schüttelbecher, kamen wir in Wien an.
Unsere erste Station war dann Budapest.
(Aussicht auf Budapest. Unser Jüngster, Sven)
Nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder weiter. Nach einem reichhaltigen Mittagessen erreichten wir dann gegen 16.00 h die Firma unseres Freundes in Szolnik. Wir bezogen unsere Hotelzimmer. Wobei ich hier bemerken muss, dass mir hier das erste Mal, die Haare etwas zu Berge standen. Eine kurze Diskussion mit meinem Mann über Sauberkeit und so weiter, hat mich dann aber überzeugt, dass dies also nun mal so ist. Aha.
Die Jungs und ich hatten dann einen gemütlichen Donnerstag, den wir mit Essen und spazieren verbrachten. Das ungarische Essen ist wirklich gut und die Preise sind für unsere Verhältnisse sehr günstig. Für ein „Cordenbleu" bezahlt man umgerechnet knapp CHF 5.--. Hingegen kosten Kleider, Schuhe usw. etwa gleich viel wie bei uns. Ein Ungare verdient etwa CHF 200 - 300.-- im Monat.
Am Freitagmorgen fahren wir weiter Richtung Norden. Jetzt haben wir auch die Gelegenheit, die wirklich schöne, aber flache, Landschaft zu genießen. Wir entscheiden uns, in die Slowakei zu fahren. Der Grenzübertritt war nicht kompliziert und dauerte etwa 20 Minuten.( Im Gegensatz zu früher ohne Autokontrolle) Gegen Abend erreichen wir eine Stadt im Niedrigen Tatra-Gebirge. Etwa 50 Kilometer später fanden wir ein Ski- resp. Sportgebiet mit verschiedenen Hotels. Wir beschlossen hier zu übernachten und nahmen 2 Doppelzimmer. Die Kinder genossen das Hallenbad und wir den Apéro. Auch hier, das Essen war gut und noch günstiger als in Ungarn. Unsere Kinder staunten nicht schlecht, als sie den Preis für eine Suppe umrechneten und auf kann 0,5 CHF kamen. Eine Cola kostet 0,80 CHF.
Für die beiden Doppelzimmer mit Frühstück bezahlten wir am nächsten Morgen umgerechnet CHF 59.--. Kurz gesagt, es hat uns sehr gefallen und wir werden irgendwann einmal an diesem Ort ein paar Tage Urlaub machen.
Samstag: Wir fahren wieder zeitig los. Diesmal über die Grenze nach Tschechien. Die Kinder möchten noch nach Prag.
(Prag)
Die Fahrt nach Prag war sehr interessant. Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich. Die Strassen sind gut ausgebaut und der Verkehr hält sich in Grenzen, so war der Weg ca. 80% ohne Autobahn auch abwechslungsreicher. Auch in Prag gibt es eine kurze Stadtrundfahrt. Wir beschließen jedoch nicht hier zu übernachten und fahren weiter bis nach Pilsen (Bierkenner wissen was das heißt). Gegen 19.00h treffen wir dort ein und nehmen uns ein Hotel. Sehr zur Freude unserer Jungs essen wir in der Hotel-Disco.
Pilsen gehört zu den 4 grössten Städten in Tschechien und kann sowohl kulturell wie auch industriell einiges bieten. Es liegt ungefähr 70 km vor der deutschen Grenze. Und diese 70 km legten wir dann am nächsten Morgen zurück. Mittags um 15.00 h kamen wir dann aus Deutschland via Schaffhausen, inkl. Besichtigung des Rheinfalls, wieder zu Hause an.
Rheinfall
(Jimmy, Sven und Iris Widmer)
4 Tage = 4 Länder. Eine kurze, dafür um so intensivere Zeit.